Fragen


Forschungen der letzten 20 Jahre belegen, dass Moringa Oleifera die nährstoffreichste Pflanze der Erde ist. Doch nicht nur diese wissenschaftlichen Daten lassen staunen und aufhorchen. Der Baum kann noch viel mehr und wird bei Einigen bereits als die wichtigste Pflanze der Menschheitsgeschichte gehandelt. Moringa kann dabei helfen

  • Vitalstoffprobleme und Unterversorgungen zu reduzieren
  • Trinkwasserprobleme zu überbrücken
  • Armuts- und Hungerprobleme zu bekämpfen
  • Energieprobleme zu vermeiden

Die einzelnen Bestandteile des Moringa Baumes wie die Blätter, Schoten, Samen, Wurzeln und Rinde können genutzt werden. Damit könnte diese Pflanze viele Probleme, besonders in der so genannten „Dritten Welt“, lösen helfen und die leidvolle Situation rund um Hunger, Mütter- und Kindersterblichkeit verbessern. Zu diesen Themen gibt es bereits eine Reihe von Studien.

Doch nicht nur dort gibt es ernährungsbedingte Gesundheitsdefizite; auch in der „Ersten Welt“ steigen die Krankenzahlen bedingt durch Vitalstoffmangel aus zunehmend maschinell gefertigten Lebensmitteln. Z.B. führen Adipositas (Fettleibigkeit), Anorexie (Appetitlosigkeit), Hypovitaminose (Vitaminmangel) sowie Hypervitaminose (Vitaminüberdosierung) zu weiteren Beschwerden. Wir essen zwar „mehr“, unsere Lebensmittel enthalten aber weniger lebensnotwendige und bioverfügbare Inhaltsstoffe. Die Gesundheitsprobleme entstehen aufgrund einer Unterversorgung an Bausteinen, die für den Stoffwechsel essentiell sind.

Es wurde nachgewiesen, dass durch die schonungslose Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen auch der Vitamin- und Nährstoffgehalt von hiesigem Obst und Gemüse über die letzten Jahrzehnte gesunken ist. Zudem kann der Einsatz von schweren Maschinen, Kunstdüngern und Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft die Böden schädigen, indem die Bodenstruktur belastet, Gifte eingetragen sowie organische Substanz und Mikroorganismen abgebaut werden. Man geht davon aus, dass bereits 40% der weltweit landwirtschaftlichen genutzten Flächen irreparabel zerstört sind.

In manchen Teilen Afrikas in denen Trinkwasser rar ist, werden Moringa Samen eingesetzt um kontaminiertes Wasser auf faszinierend einfache Weise zu klären. Dazu werden die Samen in Pulverform dem verdreckten Wasser beigemengt, welche durch ihre Wirkstoffe die meisten Schwebstoffe, Bakterien und Viren ausschalten und/oder als Bodensatz binden – dem Prinzip unserer modernen Kläranlagen ähnlich. Das 99% reine Wasser kann ohne gesundheitsschädliche Folgen getrunken werden und könnte die Anzahl an jährlichen Sterbefällen durch Nutzung verschmutzten Wassers eindämmen.

Der Moringa Baum ist in seiner Kultivierung genügsam und benötigt keine besondere Bodenbehandlung, weshalb der auch zur Aufforstung und Eindämmung der Wüstenausbreitung eingesetzt wird. Oftmals reichen kompostierte Moringa Reste selbst als Naturdünger, die verwendet werden, um den Boden für den Anbau aufzubereiten. Zusätzlich trägt der Baum auch am Ende der Trockenzeit noch essbare Blätter – also dann, wenn andere Lebensmittel knapp sind.

Die Bioverfügbarkeit ist eine pharmakologische Messgröße über den Anteil eines Wirkstoffes, der dem systemischen Kreislauf (speziell dem Blutkreislauf) in unveränderter Form zur Verfügung steht. Sie gibt an, wie schnell und in welchem Umfang ein Stoff vom Körper aufgenommen (resorbiert) wird und am beabsichtigten Wirkort ankommt. Bei einem Wirkstoff, der intravenös verabreicht wird, ist die Bioverfügbarkeit definitionsgemäß 100 %. Im Falle einer oralen Aufnahme spricht man von einer oralen Bioverfügbarkeit, da der Wirkstoff über den Verdauungsapparat, z.B. über die Magenschleimhaut, resorbiert wird. Moringa hat eine sehr hohe Bioverfügbarkeit und kann daher seine Wirkstoffe schnell und effektiv dem Stoffwechsel zuführen.

Als Mikronährstoffe (auch Vitalstoffe) bezeichnet man Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe (Phytamine); unter Makronährstoffen versteht man Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße. Sie sind essentiell für unsere Körperfunktionen, z.B. für den Stoffwechsel, das Zellwachstum und die damit verbundene Regeneration von Haut, Knochen, Blutkörperchen oder Nervenreizleitungen. Zudem erfüllen sie Funktionen bei Enzymreaktionen, sind Bestandteile von Hormonen (z.B. Jod als Bestandteil des Schilddrüsenhormons), als auch von Elektrolyten oder Antioxidantien. Moringa hat eine sehr konzentrierte, ausgewogene und einzigartige Nährstoffzusammensetzung

Nährstoffe von Moringa

Moringa begleitet die Menschheit seit mehreren Jahrtausenden (siehe Geschichte) und ist heute in manchen asiatischen und afrikanischen Kulturen nicht mehr wegzudenken. Die Pflanze lässt sich in unseren Breitengraden nur in Innenräumen und mit hohem Energieaufwand kultivieren und muss daher aus südlichen Ländern importiert werden; die Europäer erhielten erst in jüngerer Zeit Zugang zu frischen Moringa Produkten. Bekanntheit erlangte es im Europa des 20. Jahrhunderts vornehmlich in Form von qualitativ hochwertigem Behenöl, das im Uhrmacherhandwerk eingesetzt wurde. Vermutlich ist dies ein weiterer Grund, warum sich Moringa damals nicht als gängiges Lebensmittel etabliert hat. Viele Menschen konnten sich einfach nicht vorstellen Öl für die Mechanik auch konsumieren zu können. Erst mit der Globalisierung und dem Internet steigt der Bekanntheitsgrad und die Beliebtheit dieser faszinierenden Pflanze.

ORAC steht für Oxygen Radical Absorbance Capacity (Fähigkeit zum Abfangen von Sauerstoffradikalen) und gibt Auskunft über die antioxidative Kapazität einer Probe. Für Messungen dient das Vitamin E-Derivat Trolox als Referenz, weshalb die Ergebnisse in Trolox-Äquivalenten angegeben werden. Am Häufigsten werden ORAC-Werte für Lebensmittel ermittelt, die Aussagen über das Potential treffen, freie Radikale zu reduzieren und einer Oxidation entgegenzuwirken. Freie Radikale sind Atome oder Moleküle mit mindestens einem ungepaarten Elektron und sind daher sehr reaktionsfreudig. Sie sind in der Lage Gewebezellen zu schädigen, indem sie den Bausteinen Elektronen entziehen und deren Energiesystem destabilisieren. Diese reaktiven Radikale sind unter anderem an der Entstehung von Krebserkrankungen, Arteriosklerose, Leberschädigungen und Lungenemphysemen sowie der Alzheimer-Krankheit beteiligt.

Einfacher ausgedrückt: Das Metall Eisen rostet bzw. oxidiert; der menschliche Organismus altert bzw. oxidiert durch vergleichbare chemische Prozesse. Diesem Alterungsprozess können wir durch natürliche Antioxidantien (Radikalfänger) entgegenwirken, die wir entweder mit unserer Nahrung zu uns nehmen und/oder von unserem Körper selbst produziert werden. Dabei werden freie Radikale zwar vom Körper absorbiert, können aber „entschärft“ werden, da ihm die entsprechenden Mikro- und Makronährstoffe zur Verfügung stehen, um Radikalfänger herzustellen, die als Verteidigung gegen die „Elektronenräuber“ wirken.

Obwohl das Verfahren der ORAC Analysen in den USA anerkannt ist, dürfen die Werte im europäischen Raum nicht  eingesetzt werden.